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Vorschau OTF Stuttgart Global 2011: Die Stars der Abend-Gala und Workshopdozenten sind: Amouna, Apsara Habiba, Bambi Sahab, Howeida, Maya, Dr. Mohamed Mostafa Hassan, Mustafa Roshan, Naheda, Shaddai, Soner Demirci, Artemis und Ensemble Oriental Amazones

   

Ayun feiert 15 Jahre Tanzstudio Oriental

und mit ihr 85 Tänzer und Tänzerinnen sowie 650 Gäste am 18. Oktober 2009 im ausverkauften Festsaal des Stadttheaters Ingolstadt!
Das viel versprechende Motto der Show lautete „Pharao goes modern“ und Ayun gelang es, mit ihrem Konzept einen tänzerischen Bogen zu spannen, der keine Wünsche offen ließ. Ein hingerissenes Publikum, begeisterter Applaus nach jeder einzelnen Tanzdarbietung und Zugaberufe am Ende der Show - Ayun und alle Mitwirkenden strahlten beim glanzvollen Finale.

Doch der Reihe nach ...
Pharaonisch gewandete Frauen begrüßen das Publikum beim Eintritt in den Theatersaal, stimmungsvoll ist die Bühne dekoriert: Unter Sternenhimmel und Palmen lassen uns Statuen von Bastet und Ramses eintauchen in ferne pharaonische Zeiten und dann beginnt eine Show, bei der die Zeit wie im Flug vergeht.
Mystisch, erhaben und an eine Tempelszene erinnernd eröffnen Ayuns Tanzschülerinnen die Show. Wie in Trance bewegen sich die Frauen auf der Bühne, Palmwedel schwingend und einem imaginären Pharao huldigend. Ein beeindruckender Auftakt!
Fließend der Übergang zur nächsten Tanzdarbietung „Fata Morgana“, für viele im Publikum eines der Highlights der Show: Ayun zelebriert einen romantischen Schleiertanz, bei dem sie uns, umringt von zahlreichen Backgroundtänzerinnen, in eine Haremsszene entführt, die uns tief berührt und an Filme mit Samia Gamal und Tahiya Carioca erinnert. Ayun tanzt so ausdrucksstark im Kreise ihrer Schülerinnen, dass sich uns die Nackenhärchen hochstellen.
Ebenso hinreißend aber ganz anders im Ausdruck, zeigt sie sich in ihrem Solo vor der Pause. In einem Traum in Grün erscheint sie auf die Bühne und fasziniert mit einem klassischen Raqs Sharqi: elegant in der Erscheinung, sinnlich in Bewegung und Ausdruck, getreu ihrem Motto: „Tanzend genießen, eine Frau zu sein!“

Wie auch schon in ihren anderen Shows gelingt es Ayun stets, ihre Schülerinnen in Choreografien einzubinden, die durch Abwechslungsreichtum, kreative Bühnenmuster und Stellungsbilder beeindrucken, verschiedenste Stimmungen kreieren und so konzipiert sind, dass immer die Stärken der Tänzerinnen im Vordergrund stehen. Feminin, charmant und souverän tanzen z. B. die Damen zu „Ahabak ya amar“, jung, frech und sexy mit schwarzen Hosen und goldenen Schleiern präsentieren sieben jungen Frauen „Inta Omri 2009“ und voll Spaß und ausgelassener Lebensfreude wirbeln die Tänzerinnen bei der „nubischen Folklore“ über die Bühne.

Zwei Kindergruppen ernten riesigen Applaus: die Jüngsten entzücken beim „Kleinen Saïdi“ mit einem niedlichen Stocktanz und die „Oriental Teenies“ ernten tosenden Applaus mit einem schmissigen Turkish Pop.
Selbstbewusst präsentiert sich Ayuns Masterensemble „Nugum al Ayun“. Dass die vier Tänzerinnen ein eingespieltes Team sind und oft auf großen Bühnen stehen, zeigt sich in jeder Phase ihres Tanzes. Klassisch ägyptisch präsentieren sie sich bei „Faddah“ – eine tolle Choreografie, souverän getanzt und überzeugend im Ausdruck dargeboten. Den danach folgenden „Modern Assaya“ bieten sie rasant, spritzig und mit überzeugender Leichtigkeit dar.
Aus keiner von Ayuns Shows wegzudenken sind Seetha und Louis Anch Amun XIV. Wie immer begeistern die beiden mit ihrer unvergleichlichen Moderationsshow mit aufwändigen Kostümen, toll getanzten Showeinlagen, und Louis humorigen und informativen Ansagen, die sich nahtlos in das Gesamtkonzept der Jubiläumsshow einfügen.
Seetha glänzte daneben als Solistin mit einem bezaubernden und chinesisch inspirierten Fächerschleiertanz sowie im zweiten Teil der Show mit einer sagenhaften Modern Oriental Fusion, bei der die Künstlerin jeden Teil ihres Körpers bewegt und mit phänomenaler Präzision ihrer Bewegungen bezaubert.
Als weiterer Gaststar war Azad Kaan geladen. Der junge Tänzer präsentierte sich neben seinem Tanz mit dem Shamadan in einem modern interpretierten Raqs Sharqi. Er zeigte ihn mit leidenschaftlichem Ausdruck, präzise in der Tanztechnik und enormer Bühnenpräsenz. Ebenso wie Seetha zeichnet er im Rahmen der Show auch als Choreograf und Leiter der Projektgruppen verantwortlich.
Diese entführte mit Teilnehmerinnen ihres Projektes das Publikum nach Bollywood. In der reizenden Choreografie wurde die Gruppe verstärkt von Louis Anch Amun, der die Damen charmant umtanzte und einmal mehr seine Qualitäten als ausgezeichneter Tänzer bewies.
Gegen Ende der Show tanzt sich Ayun zusammen mit ihrer Schwester Naima in die Herzen der Zuschauer. Lässig im heißen Jeansoutfit zeigen die beiden einen modernen Baladi: Natürlich, sympathisch und temperamentvoll bringen sie den Saal zum Toben.
Als letzte Nummer präsentierte sich Azad Kaans „Orient-Hip-Hop“-Projekt. Am linken Bühnenrand betreten fünf Orienttänzerinnen die Bühne, von rechts kommen drei junge Männer (darunter Ayuns Sohn) und vier junge Girls bringen sich cool in Position, starten ihre Hip-Hop-Moves und liefern sich einen getanzten „Battle“ mit den Orienttänzerinnen, der in einer gelungenen Fusion beider Tanzstile endet. Eine tolle Nummer, bei der die jungen Leute tosenden Applaus ernten.
Wieder erscheinen die pharaonischen Tänzerinnen und eröffnen ein rauschendes Finale, das jede Tanznummer noch einmal in Erinnerung ruft und bei dem das Publikum alle Künstler begeistert beklatscht und nach Zugabe verlangt. Louis führt Ayun ein letztes Mal auf die Bühne und sie verspricht dem begeisterten Publikum ein Wiedersehen für die nächste Show, auf die wir uns heute schon freuen. Noch lange klingen die Eindrücke der Show „Pharao goes modern“ in uns nach.
Alexandra Jovanovic, Melanie Küppes
Fotos: Sebastian Wild und Walter Fein
 

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